MBSR-KOELN  Meditation Frau meditiert im Büro

Meditation als heilsame Kraft   erfahren!

Sie möchten Meditation in Köln erlernen?

Ganz gleich, ob Sie schon Erfahrung mit Meditation gesammelt haben,
oder sich als Anfänger(in) in der Meditation bezeichnen würden:

MBSR-KOELN bietet Ihnen auf dieser Seite inter­es­sante Infor­ma­tionen über das Thema Meditation und was es bedeutet, meditieren zu lernen.

 

Was ist Meditation? Was wird darunter verstanden?

Meditation ist ursprünglich — und auch heute noch — eine in vielen Religionen und Kulturen geübte spiri­tuelle Praxis. Sie ist eine Praxis mit dem eigenen Bewusstsein zu arbeiten und es zu erfor­schen.

Die Ursprünge dieser Art der Selbst­er­for­schung und Bewusst­seins­arbeit liegen z.T. mehr als 2000 Jahre zurück. Es gab und gibt sie sowohl in Asien als auch in Europa.
Zusam­men­ge­fasst, sind die verbrei­testen Medita­ti­ons­prak­tiken Achtsamkeits‐ oder Konzen­tra­ti­ons­übungen.

Eine moderne Beschreibung wäre, dass Meditation eine alte und syste­ma­tische Bewusstseins­praxis ist.

Sie ist eine bestimmte Art und Weise mit der Aufmerk­samkeit und den Inhalten des Bewusst­seins umzugehen.

Meditation hat eine uralte Tradition und ist trotzdem universell. Sie ist eine zeitlose Technik der Bewusst­seins­er­for­schung und -Beruhigung.

Man kann sagen, dass Medita­ti­ons­prak­tiken sich im letzten Jahrhundert aus ihren Nischen und kultu­rellen Verwur­ze­lungen zunehmend gelöst haben und in der modernen Gesell­schaft angekommen sind.

Ihr Anwen­dungs­be­reich hat sich sehr erweitert und ist auch für den modernen Menschen anwendbar, der mitten im Leben steht.

Zahlreiche wissen­schaft­liche Unter­su­chungen erforschten die heilsamen Wirkungen einer regel­mä­ßigen Medita­ti­ons­praxis auf Geist und Körper.

So wurde Meditieren auch für Menschen attraktiv, die sich nicht mit fremden Glaubens­sätzen und religiösen Überzeu­gungen anfreunden wollten.

Meditation ist also auch für Skeptiker geeignet, die sich vor allem auf ihre eigene Erfahrung verlassen wollen.

Wenn Sie sich für die erstaun­lichen Ergeb­nisse der wissen­schaft­lichen Forschung zur Meditation inter­es­sieren, finden sie Infor­ma­tionen dazu weiter unten auf meiner Seite:

Wirkungen von Meditation — Forschungs­er­geb­nisse

 

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Was sind die Ziele von Meditation?

Warum meditieren Menschen? Warum ist Meditation seit Jahrtau­senden bekannt?

Ziel Meditation ist es, den Geist und die Gedanken sich sammeln und beruhigen zu lassen. Es geht darum, Geist und Körper zur Ruhe kommen zu lassen, klarer zu sehen was ist.

Es geht auch darum zu erfor­schen, wer ich bin, wenn ich nicht von Gedanken verein­nahmt und von Gefühlen belastet werde.

So kann durch Meditation entdeckt werden, dass es in uns eine ruhige, sog. Mitte gibt, in der wir innere Sicherheit, Selbst­ver­trauen, Frieden und Glück erfahren können. Dieser Friede und dieses Glück ist nicht von äußeren Umständen abhängig.

Aus dieser inneren Mitte heraus können wir die Jahres­zeiten und Stürme unseres Lebens besser überstehen und bewäl­tigen.

Viele Menschen meditieren, weil Sie erfahren haben, dass Meditation hilft, Stress vorzu­beugen oder zu reduzieren.

Die Lebens­qua­lität steigt durch mehr Selbst­be­wusstheit und mehr Leben in der Gegenwart. Wir lernen weniger auf Autopilot sondern selbst­be­wusst und selbst­ge­steuert zu leben.

Wir lernen, die Gegenwart mehr zu genießen statt sich gedanklich zu sehr und zu viel in Vergan­genheit und Zukunft aufzu­halten oder zu verlieren.

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Welche Formen der Meditation gibt es in den Kursen MBSR und Mindful Parenting?

In MBSR und Mindful‐​Parenting werden weltan­schaulich neutrale Varianten der Meditation gelehrt und geübt. Diese kommen ohne philosophisch‐​religiösen Überbau, ohne rituelle Gesänge und ohne unbequeme Körper­hal­tungen aus.

Im MBSR‐​Kurs werden

u.a. folgende Medita­ti­ons­übungen gelehrt:

Der übergrei­fende Begriff für die Art der Meditation, die im MBSR‐​Kurs geübt wird, ist die Achtsam­keits­me­di­tation.

Weitere Infor­ma­tionen zu diesen Übungen finden Sie auf meiner Seite:

» Medita­tionen und Achtsam­keits­übungen

Medita­ti­ons­an­lei­tungen finden Sie auf meiner Seite:

» Geführte Medita­tionen aus dem MBSR‐​Kurs

Diese Medita­ti­ons­formen sind u.a. der Zen‐​Meditation mit ihrer typischen Sitzme­di­tation und der buddhi­sti­schen Vipassana‐​Meditation ähnlich, die auch als Einsichts­me­di­tation bezeichnet wird.

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Was sind wesent­liche Bestand­teile von Meditation: 

Lenkung der Aufmerk­samkeit — Konzen­tration

Konzen­tration steigert und fokus­siert unsere Aufmerk­samkeit, so dass wir ungesunde innere Ablen­kungen loslassen können, z.B. die Vergan­genheit zu bedauern, sich Sorgen um die Zukunft zu machen, nach etwas heftig zu verlangen.

Ganz gleich, wie oft wir in der Mediation von Gedanken abgelenkt sind, sobald wir dies merken, bringen wir die Aufmerks­ameit wieder zurück zum Medita­ti­ons­objekt. Dies fördert die Fähigkeit
unseres Geistes sich zunehmend länger zu konzen­trieren.

Ablenkung verschwendet unsere Energie; Konzen­tration stellt sie wieder her.

Wir erleben oft, dass unsere Aufmerk­samkeit in alle Himmels­rich­tungen verstreut ist.

Wir setzen uns hin, um etwas durch­zu­ar­beiten, und bevor wir es merken, sind wir in Gedanken woanders.

Wir denken nicht bewusst an Dinge, damit wir ein Mittel finden, um etwas besser zu machen.
Wir sind einfach in automa­ti­schen Gedan­ken­pro­zessen verloren. Nicht selten halten wir uns in virtu­ellen Gedan­ken­land­schaften auf, in denen Gefahren und Bedro­hungen fanta­siert werden.

Von Mark Twain soll der Satz überliefert sein: „Mein Leben bestand aus einer einzigen Anein­an­der­reihung von Katastrophen, von denen aller­dings die aller­meisten niemals einge­troffen sind.“

Ohne Lenkung der Aufmerk­samkeit und Konzen­tration ist unser Denken in einer Weise beschäftigt, das nicht wie geschickte Planung aussieht, sondern eher wie ein anstren­gendes, kräfte­zeh­rendes und uneffek­tives Grübeln.

Die Konzen­tration ist die Kunst, all diese Energie zu sammeln, die zerstreute Aufmerk­samkeit sich setzen zu lassen, sich wieder zu zentrieren.

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Achtsamkeit und ihre beson­deren Quali­täten

Achtsamkeit lenkt in der Meditation unsere Aufmerk­samkeit – wie die Konzen­tration – immer wieder neu auf das, was gegen­wärtig da ist.

Der Unter­schied zur Konzen­tration ist jedoch, dass wir keine Anstrengung investieren und nicht gegen Ablen­kungen ankämpfen.

Achtsamkeit bedeutet aber nicht nur, die Aufmerk­samkeit auf die gegen­wärtige Erfahrung zu lenken, sondern es kommt darauf an, wie wir uns darauf beziehen.
Es kommt darauf an, mit welcher Haltung wir dem begegnen, was auftaucht.

Oft ist unsere Wahrnehmung dessen, was geschieht, durch Vorur­teile, Gewohn­heiten, Ängste oder Wünsche verzerrt. Wir sehen wie durch einen verzer­renden Spiegel.

Achtsamkeit hilft uns durch diese hindurch zu sehen und viel mehr bewusst zu sein, was tatsächlich da ist.

Mit der Praxis von Achtsamkeit üben und entwickeln wir bestimmte innere Haltungen im Umgang mit unserer Erfahrung:

  • Wir üben, uns unseres ständigen Urteilen und Verur­teilen bewusst zu werden und Urteile loslassen zu können.
  • Wir entwickeln zunehmen Geduld mit uns selbst und auch mit unserer inneren Ungeduld.
  • Wir entwickeln Vertrauen in unseren Körper, seine Signale und Selbst­hei­lungs­kräfte.
  • Wir lernen loszu­lassen, wo festhalten ungesund ist und nur Stress bringt.
  • Wir üben uns darin immer wieder mit frischem Blick auf uns und das Leben zu schauen.
  • Wir lernen, Erfah­rungen und Dinge zu akzep­tieren (in uns oder außerhalb von uns),   die wir nicht ändern können.
  • Wir üben uns darin, mit Freund­lichkeit auf unsere Erfahrung und den gegen­wär­tigen Moment zu schauen. Mit Freund­lichkeit ist es eher möglich, Geduld und Vertrauen zu entwickeln.

Deshalb sagen wir, dass Achtsamkeit überall hingehen kann.

Sie kann uns in allen Lebens­lagen eine treue Beglei­terin sein

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Freund­lichkeit als innere Grund­haltung

Freund­lichkeit und Mitgefühl öffnen unsere Aufmerk­samkeit und verwandeln die Art und Weise, wie wir uns und die Welt sehen.

Statt durch die Brille eines inneren Antreibers oder unbarm­her­zigen Kritikers, üben wir uns darin, mit Milde und Freund­lichkeit auf unsere mensch­liche Fehler­haf­tigkeit zu schauen.

So vermeiden wir, in der Meditation mit uns selbst oder gegen uns selbst zu kämpfen.

 

Wir kämpfen nicht gegen unsere Gedanken, die uns immer wieder gefangen nehmen.

Wir verur­teilen uns nicht für unsere mangelnde Fähigkeit zur Konzen­tration und Achtsamkeit.

Wir entwickeln Mitgefühl mit uns selbst, unseren zentralen Bedürf­nissen und inneren Prozessen, die wir in der Meditation erleben und kennen­lernen.

In der Meditation machen wir schnell Bekannt­schaft mit unserem unruhigen Geist, dem es schwer­fällt, sich auf die Gegenwart zu konzen­trieren.

Dies führt z.B. dazu, dass wir bei der Atemme­di­tation (die Aufmerk­samkeit achtsam auf den Atem richten) sehr schnell abschweifen.

Vielleicht geht unsere Aufmerk­samkeit verloren in einer Fantasie oder Erinnerung. Dann kommt der Moment, in dem wir erkennen, dass wir abgelenkt wurden.

Eine vertraute Antwort wäre, zu denken, dass wir versagt haben, um uns dann dafür zu verur­teilen oder abwerten.

Mit Hilfe der Haltung des Mitge­fühls bemerken wir sanft, was geschehen ist, und kehren zum Atem oder unserem Gegen­stand der Konzen­tration zurück, mit Freund­lichkeit und Mitgefühl für uns selbst.

So vertiefen sich die Quali­täten von Mitgefühl und Güte auch dann, wenn wir sie nicht mit Worten ausdrücken.

Und was wir für uns selbst tun, können wir auch auf Andere anwenden.

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Bild zum Thema Meditation Frau sitzt am Tisch und meditiert

Welche Medita­ti­ons­haltung ist gut für die Meditation?

In den Medien werden stets Menschen mit geschlos­senen Augen gezeigt, die mit verschränkten Beinen, geschlos­senen Augen und mit nach oben geöff­neten Handflächen sitzen, bei denen sich z.T. Daumen und Zeige­finger sich berühren.

Die Wahrheit ist, es gibt keine “einzig wahre” Sitzpo­sition für die Medita­ti­ons­praxis.

Sicher ist eine Haltung zu empfehlen, welche eine möglichst wache und offene innere Haltung fördert.

Förderlich ist dafür eine entspannte und  aufrechte Position des Oberkörpers. Dabei ist es nicht entscheidend, ob wir auf einem Stuhl, im Schnei­dersitz oder im sog. Lotussitz sitzen.

Wichtig ist haupt­sächlich, dass wir eine Haltung wählen, in der wir wach und aufmerksam sein können, ohne durch Schmerzen in den Knien oder im Rücken unnötig geplagt zu werden.

Notfalls kann auch eine Rückenlage gewählt werden. Dabei ist natürlich die “Gefahr”, dass wir einschlafen, was natürlich nicht der Sinn der Meditation ist.

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Meditieren auf einem Stuhl:

Sie sollten mit möglichst geradem Rücken auf dem Stuhl sitzen. Optimal ist es, sich dabei nicht anzulehnen.
Wenn das zu anstrengend ist, ist es auch ok. sich anzulehnen, dabei aber auf eine gerade Haltung achten.

Die Fußsohlen sollten mit ganzer Sohle Kontakt zum Boden oder zur Unterlage haben.
Die Hände können entspannt auf den Oberschenkeln liegen oder man kann die Hände auf dem Schoß inein­ander legen (z.B.  liegt die Unter­seite der rechten Hand in der Handin­nen­fläche der linken Hand).

Auf dem Boden sitzend meditieren

z.B. auf einer Matte oder einer Decke

Mit gekreuzten Beinen im Schnei­dersitz:

Dabei ist es günstig, wenn das Becken etwas erhöht ist, z.B. durch ein Kissen. Auch hier ist eine aufrechte Haltung wichtig.

Im halben oder ganzen Lotussitz:

Diese Haltung erfordert eine gewisse Gelen­kigkeit in den Fußge­lenken und in den Knien. Dies ist die Haltung, die z.B. aus Indien und dem Yoga bekannt ist. Ich empfehle dazu Beispiele oder Videos aus dem Internet anzuschauen, wenn diese Haltung unbekannt ist.


In der sog. Burme­sische Haltung:

wird die Ferse eines Beines soweit wie möglich und angenehm, an den Körper heran­ge­zogen. Das andere Bein kann dann locker davor gelegt werden.

Meditieren auf einem Medita­ti­onskissen

Wir sitzen aufrecht auf einem sog. Meditations‐​Kissen, dabei befinden sich die Knie und Beine neben dem Kissen auf dem Boden.

Wichtig ist dabei, eine passende Höhe für das Kissen zu finden, damit nicht zuviel Spannung auf der Oberseite der Füße erzeugt wird.

Meditieren auf einem Medita­ti­ons­bänkchen

Die Position ermög­licht auch einen aufrechten Sitz, bei dem die Knie sich auf dem Boden befinden und die Unter­schenkel sich unter der Sitzbank befinden.
Wir knien uns also hin und positio­nieren das Bänkchen über den Unter­schenkeln, sodass wir bequem auf dem Medita­ti­ons­bänkchen sitzen können.

Ich selbst bevorzuge als Medita­ti­ons­haltung den Sitz auf einem Medita­ti­ons­bänkchen oder einem Kissen.

MBSR-KOELN Meditation Bild Forschungen zu Meditation

Welche Wirkungen der Meditation hat die Forschung gefunden?

Meditation und Ihre Wirkungen sind inzwi­schen gut erforscht.

Wenn Sie sich für die Ergeb­nisse der Medita­ti­ons­for­schung inter­es­sieren,
kann ich Ihnen folgenden Film empfehlen.

Er präsen­tiert — leicht verständlich — aktuelle wissen­schaft­liche Ergeb­nisse,
lässt in Inter­views Teilnehmer von Medita­ti­ons­kursen
( vor allem Teilnehmer von MBSR‐​Kursen) zur Wort kommen.

Zum Film: Die heilsame Kraft der Meditation

MBSR-KOELN Meditation Bild zum Film: Die Heilkraft der Meditation Arte Film

Viele Ergeb­nisse können auch in
„Daniel Goleman, Richard Davidson:
„Altered Traits, Science reveals how meditation
changes your mind, brain and body“
NY 2017 nachge­lesen werden.

Eine Zusam­men­fassung findet sich auch
in der Zeitschrift 
Psycho­logie Heute 3/18

Folgende Wirkungen eines 8‐​Wochen‐​Meditationstrainings,
wurden in wissen­schaft­lichen Studien gefunden:

MBSR-Koeln Meditation Bild Frau die meditiert - Wirkung von Meditation - Forschungsergebnisse

Durch regel­mäßige Meditation verändern sich Gehirn­re­gionen.

Neue Zellen und Zellver­knüp­fungen wachsen durch regel­mäßige Meditation z.B. in den Regionen, in denen es um Aufmerk­samkeit und Regulierung von Emotionen geht. Dies kann im MRT sichtbar gemacht werden.

Gehirn­areale, die also verstärkt genutzt werden, werden vom Gehirn ausgebaut. Dies ist ein Beleg für die Neuro­pla­sti­zität des Gehirn, das sich lebenslang verändern kann.

Meditation führt zu einer Steigerung der Konzen­tra­ti­ons­fä­higkeit

Die Konzen­tra­ti­ons­fä­higkeit verbessert sich, wenn wir uns in der Meditation darin üben, unsere Aufmerk­samkeit auf ein Medita­ti­ons­objekt, z.B. den Atem fokus­sieren. Die Lenkung der Aufmerk­samkeit mit Achtsamkeit ist ein wesent­liches Element
der Medita­ti­ons­praxis.

Sie bewirkt, dass wir — mit zuneh­mender Übung — früher merken, wo unsere Aufmerk­samkeit ist. Wenn sie abgeschweift ist, können wir sie schneller wieder zurück­bringen.

So könnrn wir die Aufmerk­samkeit schließlich zunehmend länger beim gewählten Gegen­stand der Aufmerk­samkeit lassen. Dies fördert die Konzen­tra­ti­ons­fä­higkeit.

Meditie­renden gelingt es besser, mit Schmerzen
umzugehen.

Dies zeigten die Ergeb­nisse der Forschungen von Davidson und Goleman. Auch Meditie­rende empfinden natürlich Schmerzen, sind aber vorher und nachher schneller wieder entspannt.

Anders als Nicht‐​Meditierende ist Ihre Schmerz­er­wartung weniger aktiv und die anschlie­ßende Beschäf­tigung mit dem Schmerz kürzer.

Meditation ermög­licht eine Reduzierung körper­licher Stress­re­ak­tionen.

Regel­mäßige Meditation hilft, den Pegel des Stress­hormons Cortisol zu senken. Dieser steigt bei Stress an und wird für viele Gesund­heits­pro­bleme verant­wortlich gemacht.

Diese treten ein, wenn der Cortisol­spiegel zu hoch ist, zu lange einwirkt und zu langsam abgebaut wird.

Ein chronisch erhöhter Cortisol­spiegel tritt in Verbindung mit einer chroni­schen Anspannung auf. Er steht auf biolo­gi­scher Ebene für eine perma­nente Kampf‐ oder Flucht­be­reit­schaft.

Der Schutz des Immun­sy­stems und die Immun­re­ak­tionen werden durch Meditation verbessert

In Studien konnte gezeigt werden, dass regel­mäßige Medita­ti­ons­praxis einhergeht mit einem gerin­geren Anstieg und schnel­leren Abbau von Stress­hor­monen.

So kann verhindert werden, dass die Immun­zellen durch einen chronisch erhöhten Cortisol­spiegel Schaden erleiden.

Prof. Davidson und Kollegen konnten auch zeigen, dass die Aktivität von Entzün­dungs­markern durch Meditation abnimmt.

Dies bewirkt, dass ein wesent­licher Bestandteil chroni­scher Erkran­kungen verringert wird.

Wer meditiert, beugt stress­be­dingten Erkran­kungen vor

In der Meditation wird die Wahrnehmung von Körper­si­gnalen, gedank­lichen und emotio­nalen Signalen geschult.

Dadurch nehmen wir eher wahr, dass etwas aus dem Gleich­ge­wicht ist und können früher und angemes­sener reagieren.

Wir entwickeln ein Frühwarn­system mit der Möglichkeit, besser für uns zu sorgen.

Regel­mäßige Meditation führt zu einer Verlang­samung der Zellal­terung 

Auch dies ist eine besondere Wirkung der Meditation, wie erste Studi­en­ergeb­nisse zeigen. Dies ist für viele Wissen­schaft­licher eines der erstaun­lichsten Ergeb­nisse.

Nach einem dreimo­na­tigen Medita­ti­ons­training zeigten die Teilnehmer einer Studie – im Vergleich zur Kontroll­gruppe — eine um ein Drittel höhere Aktivität des Enzyms Telomerase, das die Zellal­terung aufhält oder sogar rückgängig macht.

Meditation hilft Depres­siven dabei, Rückfällen vorzu­beugen.

Die briti­schen Forscher Williams et al. haben dies in mehreren klini­schen Studien heraus­ge­funden.

Sie haben dazu eigens einen 8‐​Wochen‐​Kurs entwickelt, der sich eng an das MBSR‐​Training anlehnt, aber auch Elemente der Kogni­tiven Verhal­tens­the­rapie enthielt. Sie nannten dieses Training: MBCT (Mindfulness‐​Based‐​Cognitive‐​Therapy).

Forscher des Zentral­in­stituts für seelische Gesundheit in Mannheim konnten die Ergeb­nisse von Williams et al. bestä­tigen.

Teilnehmer der Studie, die mehr als zwei Rückfälle erlitten hatten, waren nach einem Medita­ti­ons­pro­gramm (mit Achtsam­keits­me­di­tation und Körper­me­di­tation) in besserer Grund­stimmung.

Sie neigten weniger zu Selbst­kritik und Grübel­schleifen als die Teilnehmer der Kontroll­gruppe. Ihr Umgang mit belastenden Gedanken hatte sich deutlich verändert.

Ein überak­tives Angst‐ und Emoti­ons­zentrum im Gehirn  kann durch  Meditation beruhigt werden. 

Eine — durch Dauer­alarm — vergrö­ßerte Amygdala (unser Alarm­zentrum im Gehirn) kann wieder auf ein normales Maß schrumpfen.

Gerade Mensch mit Angst­stö­rungen weisen eine chronisch verstärkte Aktivität der Amygdala auf. Sie befindet sich praktisch andauernd im Alarm­zu­stand.

Bei Menschen, die ein Medita­ti­ons­training absol­viert hatten, zeigte sich — bei der Konfron­tation mit belastenden Gedanken — deutlich weniger Amygdala‐​Aktivität als in der Kontroll‐​Gruppe.

 

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Diese Ergeb­nisse zeigen, dass die Wirkungen von Meditation offen­sichtlich keine Glaubens­sache sind.

Es ist nicht mehr die Frage, ob Meditation wirkt, sondern wie?

Missver­ständ­nisse und Vorur­teile über Meditation

Welche sind das? Und stimmen sie?

Meditation heißt, keine Gedanken mehr zu haben, die Gedanken zu stoppen?

Vielleicht kennen Sie folgendes Bild: Eine Frau sitzt da (oft mit kunstvoll verschränkten Beinen) in fließenden Kleidern und mit einem glück­se­ligen Lächeln. Dies scheint darauf hinzu­deuten, dass sie ihr Gehirn von Gedanken befreit hat. Viele Medita­ti­ons­an­fänger wünschen sich das. Das ist nicht Sinn und Zweck der Meditation und auch nicht die normale Erfahrung.

Die Wahrheit ist: Achtsamkeit und Meditation beinhalten nicht, den Gedan­ken­prozess zu beenden! So verständlich dieser Wunsch auch ist.

Es geht nicht darum, zu versuchen, einen bestimmten Zustand des Geistes zu erreichen. Es geht nicht darum sich etwas vorzu­machen.

Es geht darum, sich einfach die Zeit nehmen und sich damit vertraut zu machen, wie der Denkprozess tatsächlich funktio­niert. Es geht darum, die Gedanken zu beobachten aber nicht mit ihnen zu verschmelzen.

Es geht darum, dass Sie den besten Aussichts­punkt haben, um zu sehen, was in Ihrem eigenen Kopf los ist.

Sobald Sie das gesehen haben, stoppen Sie Ihre Gedanken zwar nicht, Ihre Gedanken können Sie aber nicht mehr so sehr kontrol­lieren oder verein­nahmen.

Ihr Verhältnis zu Ihren Gedanken kann sich entspannen. Sie müssen nicht mehr automa­tisch alles glauben, was Ihr Verstand Ihnen einredet! Sie haben Gedanken aber sind nicht Ihre Gedanken!

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Meditation ist doch nur etwas für Menschen, die sowieso schon entspannt sind, oder?

Dahinter steckt oft folgende Ansicht:
„Menschen, die energisch und kraftvoll sind, die hart und tüchtig arbeiten, sollten sich von der Meditation fernhalten und sie den Leuten überlassen, die “lieber für den Rest ihres Lebens barfuß über eine Bergwiese gehen möchten”.”

Wenn man im Stress ist und etwas leisten muss, wird einen die Meditation doch nur verrückt machen.“

Da finden wir ein weiteres, völliges Missver­ständnis.

Jeder Mensch, ganz gleich was sein Lebensstil ist, braucht Zeit zum Aufladen, um sich neu sortieren und reflek­tieren zu können.

Die Praxis von Achtsamkeit und Meditation ist eine der besten Möglich­keiten, um Ihrem Geist eine echte Ruhe und eine erfri­schende Kraft­quelle zu gönnen, mit der Sie dann neue Heraus­for­de­rungen annehmen können.

Dies wurde durch die Erfahrung von zehntau­senden Kursteil­nehmern und durch die
Medita­ti­ons­for­schung bestätigt.

Ist Meditation nicht eine Flucht vor der Realität?

Die Ansicht lautet: „Meditation ist nichts weiter als ein anderer Weg, um die harten Fakten des Lebens zu vermeiden.“

Nichts ist weiter von der Wahrheit entfernt. Weit davon entfernt, eine Flucht zu sein, bringen Achtsamkeit und Meditation Sie direkt in das Herz der Wirklichkeit.

Mit Hilfe von Meditation sehen Sie, was in Ihrem Kopf los ist. Sie bemerken, wie Ihre Gedanken, Ihre Wahrnehmung von dem, was Sie erleben, Ihnen selbst und Anderen Schmerzen und Leiden verur­sachen.

Achtsam­keits­praxis und Meditation sind keine Flucht und auch kein Urlaub.

Sie sind eine innere Reise, die Ihnen hilft, die Realität besser zu sehen — um leichter zu unter­scheiden, was vom dem, was Ihr Verstand Ihnen vor Augen führt,
wirklich real ist.

Verliert man durch Meditation nicht seinen Biss,
seine Stärke und Durch­set­zungs­kraft?

Dahinter steckt oft die Haltung “Ich habe schließlich Verant­wortung. Ich habe keine Möglichkeit und erst recht keine Zeit, mich hinzu­setzen und Nabel­schau zu betreiben. Ich will kein „Weichei“ oder ein „Softie“ sein.“

Der Mythos hier ist, dass Achtsamkeits‐​Meditation einen verne­belten, tagträu­menden Zustand des Geistes beinhaltet.

Nein, darum geht es überhaupt nicht! Meditation und Achtsamkeit zu prakti­zieren heißt gerade nicht, seine Aufmerk­samkeit abzuziehen von dem was gerade ist.

Statt sich „weg‐​zu‐​beamen“ geht es im Gegenteil darum, seine Aufmerk­samkeit auf das zu lenken, was jetzt da ist.
Also es geht nicht um ein  “Heraus‐​Zoomen” sondern um ein “Hinein‐​Zoomen”.

Sie trainieren, Ihre Aufmerk­samkeit auf das Gegen­wärtige zu lenken, statt automa­tisch abwesend zu sein.
Und mit Achtsamkeit tun sie es vielleicht mehr, als Sie es bisher gewohnt waren.

Diese Fähigkeit, die Aufmerk­samkeit im Gegen­wär­tigen zu halten (um einmal die Begriffe Hier und Jetzt zu vermeiden) färbt auf den Rest Ihres Lebens ab.

Meditation und Achtsamkeit können Ihnen wirklich helfen, in die gegen­wärtige Zone Ihres Lebens zu kommen und länger dort zu bleiben.

Zitat Jon Kabat‐​Zinn

Wenn Ihr ganzes Leben von Aktivität bestimmt ist,
kann die regel­mäßige Medita­ti­ons­übung ein Raum
zur mentalen und emotio­nalen Stabi­li­sierung und Gesundung sein,
zu dem Sie Zuflucht nehmen können,
um sich auszu­gleichen oder neu auszu­richten.

Sie kann ein Mittel sein,
um der kopflosen Betrieb­samkeit Einhalt zu gebieten und
sich Zeit zu nehmen für einen Zustand der Gelas­senheit,
tiefer Entspannung und des Wohlge­fühls,
der Sie daran erinnert, wer Sie im Innersten sind.“

(J.K-Z. 2010).

 

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Ist es nicht einfach egoistisch, sich hinzu­setzen und selbst zu erfor­schen?

Dahinter steckt die Auffassung, dass Achtsamkeit und Meditation etwas für die Generation „Ich“ oder „Ich zuerst“ sind.

Es wird behauptet, dass es darum ginge, sich exklusive Zeit, nur für sich selbst zu schaffen, die dann für Andere nicht mehr zur Verfügung steht.

Richtig ist, dass eine Medita­ti­ons­praxis wie die Achtsam­keits­me­di­tation, eine Zeit ist, die ich mit mir alleine verbringe. Man könnte auch sagen, ich statte mir selbst einen Besuch ab. Ich bin mit mir selbst, auch wenn ich in einer Gruppe meditiere.

Das ist aber nicht egoistisch. Mit zuneh­mender Medita­ti­ons­praxis werden Sie geistige und körper­lichen Anspan­nungen loslassen können. Sie werden zunehmend innere Zufrie­denheit und Ausge­gli­chenheit spüren.

Ihre zuneh­mende Zentriertheit kann Ihnen z.B. helfen, besser zuzuhören. So können Sie für Ihren Lieben — mit weniger Ablenkung — anwesend zu sein. Davon profi­tieren auch Ihre Mitmen­schen!

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Ihre eigene Achtsamkeit und Medita­ti­ons­praxis kann für Sie selbst aber auch für Andere ein Geschenk in Ihrem Leben sein.

Meditation braucht keine besondere Ansammlung von Fähig­keiten.
Letztlich kann ich in jeder Haltung und in jeder Lebenslage geübt werden.

Sie wirkt so gut, weil sie einfach nur verstärkt, was wir bereits besitzen:
die Fähigkeit zur Konzen­tration, zur Achtsamkeit und zu Mitgefühl.

In welchen meiner Kurse können Sie meditieren lernen?

Meine Kurse sind für jede(n) geeignet, ganz gleich ob Sie schon mal meditiert haben oder sich als Meditations-Anfänger(in) bezeichnen.
Jede® erhält in den Kursen, die Unter­stützung, die sie oder er auf dem Weg der Medtiation braucht.


Meditation ist ein wesent­licher Bestandteil der folgenden Kurse:

MBSR — Stress­be­wäl­tigung durch Achtsamkeit

Mehr zum:  MBSR‐​Kurs‐​Angebot

und Mindful Parenting — Achtsamkeit und Selbst­für­sorge für Eltern

Mehr zu:     Mindful Parenting

Hier: zur:    Kurs — Buchen

Jon Kabat‐​Zinn, der Entwickler des MBSR‐​Programms, sagt über das Wesen der Meditation:

Mehr als alles andere betrachte ich Meditation
inzwi­schen als einen radikalen Akt der Liebe,
eine inner­liche Geste des Wohlwollens und der Güte,
uns selbst und anderen gegenüber,
eine Geste des Herzens,
die unsere Vollkom­menheit selbst in unserer
offen­sicht­lichen Unvoll­kom­menheit anerkennt,
mit all unseren Mängeln, mit all unseren Wunden,
unserem Anhaften, unserem Verdruss und unseren
hartnäckigen Gewohn­heiten der Unbewusstheit.“

 

Mehr als alles andere betrachte ich Meditation
inzwi­schen als einen radikalen Akt der Liebe,
eine inner­liche Geste des Wohlwollens
und der Güte,
uns selbst und anderen gegenüber,
eine Geste des Herzens,
die unsere Vollkom­menheit selbst in unserer
offen­sicht­lichen Unvoll­kom­menheit anerkennt,
mit all unseren Mängeln, mit all unseren Wunden,
unserem Anhaften, unserem Verdruss und unseren
hartnäckigen Gewohn­heiten der Unbewusstheit.“